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VDMA Forum Glastechnik beim TMB

Torgauer Maschinenbau macht Sonderbau zum Standard

Das Forum Glastechnik des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) traf sich im Vorfeld der Mitgliederversammlung bei Torgauer Maschinenbau und besichtigte das Unternehmen. Flexibilität und ein hoher Grad an Engineering prägen die Leistung des Spezialisten

Die Glasproduktion hat in Torgau eine lange Tradition: Seit 1925 stellte eine Glashütte den transparenten Werkstoff her, die Saint-Gobain Glass nach 1989 übernahm. Als Teil dieses Komplexes war Torgauer Maschinenbau (TMB) für die Entwicklung und den Bau von Sondermaschinen zuständig.

Mut zum Unternehmentum

1991 stand diese Sparte vor dem Aus, als einige Mitarbeiter Verantwortung übernahmen und mithilfe eines Kapitalgebers aus Westdeutschland die Torgauer Maschinenbau GmbH gründeten. Aus 25 Beschäftigten sind zwischenzeitlich 75 geworden, die Maschinen, Anlagen und Logistik für die Flachglasindustrie und die Photovoltaikindustrie planen, konstruieren, fertigen und montieren. Das Unternehmen erwirtschaftet um die achteinhalb Millionen Euro und erzielt 65 Prozent seines Umsatzes mit dem Export seiner Produkte in 57 Länder in Europa, Asien und Amerika.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör

"Unsere Spezialität ist das Engineering gemäß individuellen Kundenwünschen. Sonderlösungen sind unser Standardfall", erläutert Geschäftsführer Eckhard Knöchelmann, der als einer der mutigen Gesellschafter das Unternehmen in die Selbstständigkeit geführt hatte. Eine eigene Maschinenbau-Konstruktionsabteilung, Abteilungen für Software und Hardware sowie Fachleute für die Fertigung sorgen für die nötige Flexibilität im Umgang mit den Vorstellungen der Auftraggeber. Dabei setzen die Mitarbeiter auf ihre eigenen Fähigkeiten, Handarbeit, bewährte Maschinentechnik und ein CNC-Bearbeitungszentrum. Abgesehen von der Technik spielt der Faktor Mensch eine wichtige Rolle im Konzept des Anbieters.

ESG im Ofen testen

Zu einem sehr erfolgreichen Produkt im Portfolio hat sich der von TMB konstruierte Ofen für den Heat-Soak-Test (HST) bei Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) entwickelt. Mehr als 200 Anlagen, mit denen Verarbeiter Nickelsulfideinschlüsse im Glas feststellen und spontanbruchgefährdete Scheiben aussortieren, hat der Spezialist bis heute ausgeliefert. Der Ofen bietet TMB-Kunden offenbar so viele Vorteile, dass sich sogar der teure Transport nach Übersee lohnt. Nach einem Testlauf der montierten Maschine im Werk bauen die Beschäftigten eine Transportkiste um die fertige Anlage und schicken sie auf die Reise zum Kunden. "Wir hatten schon Auftraggeber, die 17.000 Euro für einen solchen Transport gezahlt haben. Es scheint sich trotzdem für sie zu rechnen", erzählt Knöchelmann.

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